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Langweilig, nervig, störend…das sind so typische Adjektive mit denen man Werbung oftmals beschreibt…und so ganz unrecht haben die Leute ja auch nicht. Viel zu viel was uns täglich per TV, Zeitung oder Internet entgegengeworfen paßt einfach auf diese Beschreibung. Warum das so ist…dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen….Zeit, Geld, schlechte Agenturen, schlechte Kunden…immer gibt es einen Grund warum uns Werbebotschaften auf die Nerven gehn. Geht mir ja auch so (und ich arbeite in der Werbung).

Bill Hicks hat in einem etwas älteren Youtube-Video das Ganze in sofern auf die Spitze getrieben mit seiner Message „Kill yourselfe…you are the Satans little helpers“.

Natürlich ist der gute Mann Comedian und eine Portion schwarzen Humor muss man haben, um hier lachen zu können (auch ich mußte hierbei Schmunzeln). Aber die Frage ist:

Ist Werbung wirklich Langweilig, nervig, störend? Nein. Werbung ist eine hohe Kunst.

Warum kucken die Leute „Mad Men“? Wäre Werbung passé schlecht, wäre diese Serie nicht so eingeschlagen und hätte diverseste Emmy´s gewonnen.Was die meisten Aussenstehenden nicht wissen, ist wie Werbung zu Stande kommt. Vielleicht auch geprägt durch Serien wie Mad Men oder den Film 39,90 hat man immer das Gefühl ein Werber ist dauerbesoffen, dauer stoned und feiert sich von einer Fete zur Nächsten. Die Wahrheit ist viel nüchterner… viele Überstunden, knappe Timings und knappe Budgets…so sieht die Realität aus. Und dennoch, trotz all dieser Einschränkungen die es zu überwinden gilt, gelingen ab und an solche ausdrucksstarken Momente…weil ein Art Director eine Idee hatte…ein Texter den richtigen Ton mit seinen Worten trifft und ein Berater den Kunden von der Idee überzeugen konnte.

Die hohe Kunst der Werbung ist es innerhalb von einem sehr kleinen Zeitrahmen eine Botschaft zu transportieren. Besonders aus Asien (wo auch offensichtlich die Sendepreise nicht so hoch sind) kommen öfters mal richtig schöne Kurzfilme…hier ein paar Beispiele:

 

Aber auch hier in Deutschland kommen ab und an richtig schöne Geschichten bei rum. Mein Lieblingsbeispiel hierfür ist seit Jahren der Volksbank – TVC „Was uns antreibt“

Muss Werbung also immer langweilig oder störend? Nein! es geht auch anders…Vielleicht brauchen wir einfach mehr von sowas und weniger von dieser „Schrei-Werbung“.

5 Cent.

0 Gedanken zu „Advertising: Die schönen Seiten der Werbung“
  1. Ich muss hier ein paar Einwände äußern. Du hast „Bill Hicks“ erstens falsch geschrieben und zweitens fände ich es nur richtig und anständig, ihn ganz aus deinem Beitrag zu entfernen. Bill Hicks war weit links und gegen die „Consumerism“ Bewegung der USA. Wer seine Biografie etwas näher kennt, kann das bestätigen. Leider benutzt du ihn hier als Aufmacher für eben eine Sache, gegen die er Zeit seines Lebens stand. Das ist streng genommen „Leichenschändung“ in Form von posthumaner Rufschädigung. Der Clip den du verwendest ist deshalb irreführend. Stell dir einfach vor es ging um dich und jemanden, der eine deiner Aussagen aus dem Kontext reißt und dich plötzlich für etwas sprechen lässt, gegen dass du einstehst. Beste Grüße!

    1. Hi Tobias!

      Erstmal thx für die Anmerkung mit der Schreibweise des Namens. Wurde umgehend korrigiert.

      Aber um mal auf deinen Punkt einzugehen. „Leichenschändung in Form von posthumaner Rufschädigung liegt mit Sicherheit hier nicht vor. Vielmehr finde ich, ist diese Einlage ja mehr ein etwas überzogenes „Spiegelbild“ von dem was viele Leute da draussen über die Werbebranche denken eben weil man hier oft mit den Kritikpunkten „zu viel, zu laute und zu schlechte Werbung“ in der heutigen Zeit konfrontiert wird. Worauf Bill Hicks in seiner Einlage hinaus wollte in Bezug auf seine Anspielungen ist klar.

      Es war auch nicht die Absicht hier Bill Hicks vor den „Karren der Konsumbewegung“ zu spannen. Und er taucht auch in keinem weiteren Bezug in meinem Artikel auf. Der Clip war, wie eingangs erwähnt, lediglich als Intro gedacht um ein Meinungsbild zu reflektieren.

      Grüße zurück!

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