5 Tipps & Vorlagen für Bewerbungen 2019

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern stellt sich für Viele auch die Frage wie es beruflich im neuen Jahr weitergeht. Manch einer möchte sich verändern, Andere müssen sich nicht ganz freiwillig mit diesem Thema beschäftigen. Wie auch immer man zu dem Thema kommt, wenn man sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber machen möchte/muss, hat sich das Thema im Laufe der letzten Jahre doch massiv verändert. Seit Jahren tot und begraben in Punkto „Bewerbungen“ die klassischen Schnellhefter mit den entsprechenden Unterlagen und Anschreiben. Selbst in der kleinsten Bäckerei kommt man ohne „Digital“ nicht mehr sehr weit. Das stellt den Bewerber vor neue Herausforderungen aber bietet im Gegenzug auch diverse Vorteile.

Ein paar Impulse gibt es in diesem Artikel.

01. Die Vorbereitung

Zunächst ist die Bewerbung nichts anderes als normales Projekt. Und wie jedes Projekt sollte man sich gut vorbereiten. Man sollte sich ein paar Minuten nehmen, sich in Ruhe an den Schreibtisch mit Papier und Stift (ja, ganz klassisch) setzen und einfach mal ein paar Fragen selbst beantworten:

  • Was will ich?
  • Wo würde ich gerne arbeiten?
  • Was sind „Go´s“ und was sind „NoGo´s“ bei meinem zukünftigen Arbeitgeber
  • Welche Branche interessiert mich? Hab ich vielleicht schon ein Unternehmen wo ich mich bewerben möchte?
  • Welche Stellen sind gerade bei dem Unternehmen ausgeschrieben?

Dazu sollte man sich auch einfach mal die 3 Stärken und die 3 Schwächen aufschreiben, mit denen man sich selbst in assoziiert.

Es geht dabei jetzt nicht darum hier die 100% Liste zu machen…es geht vielmehr darum ein Bewusstsein für DIE Stärken und DIE Schwächen zu schaffen. Und da man es nur für sich macht, kann und sollte man das auch ehrlich zu sich sein. Es bringt hier nichts sich selbst anzulügen, weil man sich nur selbst möglicher Chancen beraubt.

Wer diesen Part vielleicht etwas strukturierter machen möchte, dem sei diese Vorlage ans Herz gelegt.

02. Recherche

Next step….suchen. Der wohl zeitaufwändigste Part der Bewerbungsphase. Je nach Berufsgruppe gibt es verschiedene Möglichkeiten. Von der Agentur für Arbeit über diverse Online-Plattformen (XING, Linkedin) bis zu sozialen Netzwerken. Die Möglichkeiten sich nach entsprechenden Stellen umzuschauen sind heute vielfältiger denn je.

Hat man geeignete Stellen gefunden ist es immer ratsam bevor man seine Bewerbung abschickt auch mal die Webseite der Firma zu besuchen. Auch ein Besuch bei kununu kann nicht schaden, da man dort sich ein Bild von der Lage mal machen kann, wie die Mitarbeiter bzw. ehemaligen Mitarbeiter den Arbeitgeber bewerten. Sollten da zu viele negative Bewertungen stehen, sollte man sich zumindest mal fragen, warum dem so ist.

Das Motto sollte lauten: Je mehr du über die Firma weißt, desto besser!

03. Lebenslauf online ist heutzutage Pflicht!

Wovon man sich in der heutigen Zeit tatsächlich endgültig verabschieden sollte, ist das “Offline” Bewerbung schreiben. War es in der Vergangenheit eher das Thema das man vielleicht nicht die Kohle hatte für Microsoft Office, so ist inzwischen eigentlich der es jetzt eher der Punkt der Flexibilität. Mit einem Online-Office (ob Microsoft oder Google) kann man seine Dokumente online schreiben, speichern und hat diese dann immer (auch unterwegs) im Zugriff. Persönlich tendiere ich zu Google, auch wenn ich die Online-Version von Microsoft Office als sehr nah an der Offline-Version sehe und schätze, außerdem haben eigentlich ALLE Firmen Microsoft Office im einsatz. Google hat halt den Vorteil von mehr Speicherplatz, die Auswahl an Schriften ist um ein Vielfaches größer als das bei Microsoft der Fall ist. Aber das ist persönliches Gusto.

04. Der Lebenslauf … alles, bloß nicht 08/15!

Beim Lebenslauf und beim Anschreiben gilt: Zeit nehmen! Gründlich arbeiten! Bloß nicht Standard! Ein Lebenslauf ist neben dem Anschreiben das Erste, dass ein HR-Mitarbeiter von dir zu sehen bekommt. Daher solltest du hier schon ein wenig Mühe und Zeit investieren. Nicht nur in die saubere Auflistung deines Werdegangs, sondern auch ein wenig in die Optik. Immer dran denken. Ein HR-Mitarbeiter sieht pro Tag mehr als nur deinen CV. Wenn Du hier mit einem schönen Layout noch aufwarten kannst, kannst Du schon einmal hier keine Minuspunkte sammeln. Spiel ruhig mal mit Farben, Formen und vor allem mit der Schrift!

Man kann soviel über Schrift rausholen, und das sag ich nicht nur, weil ich fasziniert bin von Typografie. Und hier spielt halt Google mal seine Stärke aus…mit aktuell 904 Schrift-Familien schlägt man hier Microsoft dann doch recht deutlich.

Mein Rat ist: Geht weg von Arial, Times New Roman oder Verdana. Experimentiert ein wenig…such die Schrift die deinem Typ an nähesten kommt (ok, wenn dabei dann die Comic Sans rauskommt, dann solltest du dich reflektieren, was da los ist). A propos Comic Sans:

DENK NICHT MAL IM TRAUM DRAN DIESE SCHRIFT ZU NUTZEN!

Es besteht eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass deine Bewerbung direkt in den digitalen Papierkorb wandert, wenn Du diese Schriftart verwendest. Wenn du dennoch vor hast diese Schrift zu verwenden, dann solltest Du ein Knaller Konzept haben, dass dir die Berechtigung verschafft diese Schrift zu nutzen. Ich würde jetzt auch nur einen Kreativ-Job als berechtigt sehen, hier irgendwas mit dieser Schrift zu machen, in jeder anderen Branche ist diese Schrift ein NoGo!

Wenn die Schrift gefunden ist, geht´s ans Schreiben. Es gibt nicht wirklich einen „Königsweg“, wie man einen Lebenslauf schreibt. Persönlich finde ich die amerikanische Variante für mich passend, wo die aktuelle Position an erster Stelle steht und dann chronologisch rückwärts die Stationen des Werdegangs aufgelistet werden. Aber das muss jetzt nicht DAS Nonplus-ultra sein. auch hier bin ich der Meinung, dass man hier seinen Stil finden sollte. Wenn man die diversen „Bewerbungsratgeber“ sich durchliest hat man 10 Seiten mit 10 Meinungen und alle claimen für sich den Weg gefunden zu haben…ich bin mir da nicht so ganz sicher.

05. Buch führen nicht vergessen!

Wenn dein Lebenslauf steht, die Firmen recherchiert sind kanns los gehen. Wichtig ist nur das Du den Überblick über deinen Bewerbungsprozess nicht verlierst. Ein Logbuch kann dir dabei helfen. Ich empfehle auch hier wieder Online zu bleiben. Eine Excel-Liste oder Spreedsheet von Google kann hier helfen. Es hilft dir nicht nur dabei alle notwendigen Kontaktdaten zu sammeln, sonder auch zu sehen bzw. nachzuvollziehen, wie der Status der jeweiligen Bewerbung ist. Gerade wenn es um das nachfassen von Bewerbungen geht, hilft dir die Tabelle.

Wie so etwas aussehen könnte hab ich hier anhand eines alten Bewerbungstagebuchs von mir festgehalten. Wichtig ist das Journal gut zu führen. Gerade beim Nachfassen kann so ein Journal sehr hilfreich sein. 

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