Zeit mal wieder über Apple zu ranten. Ne quatsch….gar nicht. Eigentlich wollte ich mal wieder eine Runde Candystorm machen. Apple für seine Preispolitik bei iPhones zu bashen, das heb ich mir für ́s iPhone 14 auf (schlimm, wenn man solche Release-Daten sich schon vormerken kann, um einen Bash-Artikel zu schreiben). Aber es geht mir gar nicht um das iPhone. Vielmehr geht es mir darum, mal eine Lobeshymne auf Apple zu schreiben. Der Grund? Einfach…einfach M1.


Als Apple ankündigte, dass man die INTEL-Plattform verlassen wolle, kamen bei mir plötzlich diese PowerPC Erinnerungen hoch. Ich komme ja noch aus der Generation, die Apple Geräte besitzt, die noch keinen INTEL-Chip haben. Und es waren gute Geräte, eingeschränkt im Software Umfang aber solide Leistung. Ok, damals hat Apple auch noch Geräte mehr oder weniger für die Ewigkeit gebaut (mein iBook G4 steht heute noch in meinem Büro zuhause UND FUNKTIONERT! (wenn auch nur als Aufnahme-Station für meine Schallplatten). Dann kam Apple mit INTEL zusammen und glorreiche Zeiten brachen an. Vergleichbarkeiten zwischen PC und Macs waren möglich. Software war auf einmal viel häufiger auf beiden Plattformen zu finden. Tolle Sache. Umso überraschter war ich, als ich dann von dieser Apple Silikon Nummer las. Als vor 2 Jahren Apple dann den M1 Chip erstmals vorgestellte hatte ich eher so diesen Gesichtsausdruck:

Misstrauisch

Nach dem Motto…na ob das was werden kann? So nach 2 Jahren muss ich sagen: Ja, daraus ist was geworden. Nicht, weil der M1 Performance seitig alles, was INTEL und AMD zu dem Zeitpunkt am Start hatten, mal schlichtweg zerstört hat. Wenn man nicht AAA-Gamer war, war da auf einmal Apple nach dem Motto: Eat my Shorts Windows/ INTEL.

Wenn man sich die Benchmarks von damals angeschaut hat welche der M1 aufbietet, dann mussten jedem INTEL Nutzer die Tränen in den Augen gestiegen sein.

iMac, MacBook und Mac Mini sind auf einmal „fresh“.

Was Apple all die Jahre nicht auf die Strecke gebracht hat, kommt jetzt auf die Strecke. Die Geräte, die Apple die letzten zwei Jahre auf den Markt geworfen hat sind so wie sie da stehen ok bis wahnsinnig gut! Und das ist auch das erste Mal seit ewigen Zeiten, dass ich NICHT über die Preise von Apple schimpfen muss. Gerade mein neues Lieblings-Device, der MacMini, ist im Moment so der mit Abstand beste Heim-PC den ich, was Value for Money betrifft, im Moment auf dem Markt sehe. Die Einsteigermodelle (M1/8GB RAM/256GB SSD) gibt es bei ebay-kleinanzeigen inzwischen für unter 600 EUR. Das günstigste Gerät hab ich für 500 EUR gesehen, was, wenn man sieht was man dafür bekommt, ein echtes Schnäppchen ist.

Und mit diesem Gerät dürfte man auch ohne Probleme die nächsten 5-10 Jahre kein neues Gerät mehr brauchen. Das wären also umgerechnet 50-100 EUR pro Jahr invest in eine zukunftssichere Plattform. Ich denke, so schnell wird Apple von seiner Silikon-Basis nicht mehr weggehen. Wenn man bedenkt, dass der letzte Switch 2006 war, dürfte man davon ausgehen, dass eine Rückkehr zu INTEL nicht die kommenden Jahre passieren wird.

Apple endlich wieder disruptiv

Was ich an Apple jahrelang vermisst habe, war dieses „One more thing“-Feeling, das Steven Jobs so wunderbar vermitteln konnte auf den Keynotes. Die letzten Jahre waren geprägt von Model-Upgrades und kleineren Innovationen. Mit dem M1 hat Apple aber wieder einen dieser „Big-Bangs“ hingelegt, der die komplette Branche auf den Kopf gestellt hat und die anderen Hersteller in Zugzwang brachte. AMD und INTEL waren auf einmal gezwungen, eine Antwort auf dieses Monster zu geben. Und INTEL scheint mit seinem Alder Lake Prozessortyp da auch was an den Start gebracht zu haben. Aber das genau ist es, was ich an Apple eigentlich immer geliebt habe. Sei es mit dem iPhone, dem iPod, dem iPad und jetzt mit dem M1. Es waren Dinge, die Veränderungen brachten. Das iPhone ist heute für mich nur ein sehr teures Ärgernis und Statussymbol. Das iPad…ja….nice. Mehr auch nicht, so lange Apple es nicht gelingt, die Lücke zwischen iOS und MacOS zu schließen. Die Apple-Watch ist nur ein weiteres neues und teures Gimmick, das ich in seiner Hauptfunktion für sehr viel weniger Geld bei der Konkurrenz bekomme. Nein, der M1 ist der Disruptor, den die Branche gebraucht hat. Und Apple hat die ganze Linie. Gerade weil man mit dieser Technologie scheinbar eine Nuss geknackt hat, die jahrelang wohl nicht zu knacken war. Denn nicht einmal 2 Jahre nachdem der M1 gelauncht wurde, kommen noch viel mächtigere Prozessoren auf den Markt…der M1 Pro, der M1 Max und seit ein paar Wochen sogar schon der M2 Chip. Auf einmal geht alles wieder rasend schnell, dass man kaum noch hinterher kommt. Der M2 Chip liefert bis zu 18% mehr Leistung, was diverse Blogger und Youtuber inzwischen bestätigt haben (was ungewöhnlich ist, dass Hersteller das halten, was sie sonst nur in irgendwelchen seltsamen Versuchsanordnungen hinbekommen). Und auch die 35% mehr Grafikpower scheinen wohl korrekt zu sein. Das macht aus einem Mac immer noch keine Gaming-Maschine (und wird es auch NIEMALS werden), aber es verspricht für den Normalo-Anwender eine tolle Zeit zu werden. Und auch die Profis haben jetzt endlich wieder einen ECHTEN Grund, warum Apple einfach das bessere Arbeitsgerät ist.

Fazit: Es dürfte eine gute Zeit werden, dank Apple

Apple hat den Weg für spannende neue Produkte gelegt. Mit dem M1 Chip wurde die Tür für mehr Innovation geöffnet und verspricht nun auch bei INTEL und AMD in den nächsten Monaten neue Prozessoren die mehr Leistung versprechen und dadurch das Arbeiten viel Performance freundlicher machen werden. Was ich mit Spannung verfolgen werde, sind die neuen Produkte die Apple hoffentlich dann im Herbst auf den Markt bringen wird. Ich rede vom iMac 27“ (oder 30“ wie manche Blogger mutmaßen)…vielleicht dann schon mit M2 Chip und in bunt! Ich rede von MacBooks, MacBook air, MacBook Pros. Gerade das MacBook air mit M2 ist im Moment das beste Notebook in dem Preissegment. All das dürften Geräte werden, die man mit Spannung erwarten darf. Ich freue mich drauf. 🙂

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